top of page

Wie sexualisierte Inhalte auf TikTok durchrutschen

Jugendblick Team
vor 16 Stunden
2 Min. Lesezeit

Katzenvideos, lustige Alltagssituationen und andere harmlose Aufnahmen: Auf den ersten Blick scheint an manchen TikTok-Profilen nichts ungewöhnlich zu sein. Doch zwischen diesen Videos verstecken sich teilweise stark sexualisierte Inhalte, die dort eigentlich nicht zu sehen sein sollten.

Genau auf ein solches Profil sind wir vor Kurzem auf TikTok gestossen. Wie unser Video zeigt, werden dort zahlreiche harmlose Katzenvideos veröffentlicht. Dazwischen finden sich jedoch auch Aufnahmen mit deutlich freizügigeren Darstellungen. Solche Profile sind nicht die Regel auf TikTok, zeigen aber, dass selbst die Sicherheitssysteme einer der grössten Social-Media-Plattformen nicht immer zuverlässig funktionieren.



Der hier gezeigte TikTok-Account ist nur eines von vielen Beispielen. Besonders wichtig ist, dass sein meistgesehenes Video knapp eine Million Aufrufe erreicht hat. Das zeigt, wie viele Menschen mit solchen Inhalten in Kontakt kommen können, darunter auch Kinder und Jugendliche.


Wie können solche Inhalte unentdeckt bleiben?

TikTok setzt auf künstliche Intelligenz und menschliche Moderation, um problematische Inhalte zu erkennen. Pornografische Inhalte sind auf der Plattform grundsätzlich verboten, während bestimmte sexualisierte Darstellungen nur Erwachsenen angezeigt werden dürfen.

Doch diese Kontrollen sind nicht fehlerfrei. Täglich müssen riesige Mengen an Videos überprüft und richtig eingeordnet werden. Besonders schwierig wird es bei Inhalten, die sich an der Grenze zwischen erlaubten und unerlaubten Darstellungen bewegen. Die Systeme müssen dabei nicht nur erkennen, was gezeigt wird, sondern auch den Zusammenhang verstehen.

Dass ein Profil hauptsächlich harmlose Videos veröffentlicht, bedeutet zwar nicht automatisch, dass seine anderen Beiträge weniger streng kontrolliert werden. Trotzdem können einzelne problematische Videos durch die automatischen Prüfungen rutschen. Ein Account wie in unserem Beispiel kann diese Sicherheitskontrollen offenbar umgehen, indem kurze sexualisierte Videoclips mit harmlosen Katzen- oder Babyvideos vermischt werden. Anscheinend haben die Moderationssysteme Schwierigkeiten, diese unterschiedlichen Inhalte richtig zu erkennen und einzuordnen. Dadurch können solche Videos trotz der bestehenden Sicherheitskontrollen auf TikTok veröffentlicht werden.


Was können Eltern dagegen tun?


Sicherheitseinstellungen überprüfen

In unserem ausführlichen Beitrag zu TikTok erklären wir, welche Sicherheitseinstellungen Eltern kennen sollten und wie sich die App für Kinder und Jugendliche sicherer gestalten lässt. Besonders wichtig sind der eingeschränkte Modus und der begleitete Modus für Familien.


Offen mit dem Kind darüber sprechen

Wenn Ihr Kind auf solche Inhalte stösst, sollten Sie das Gespräch suchen. Vermeiden Sie dabei unbedingt Vorwürfe oder Beschämungen. Kinder und Jugendliche können auch völlig unbeabsichtigt mit sexualisierten Inhalten konfrontiert werden. Entscheidend ist, dass Ihr Kind weiss, dass es jederzeit mit Ihnen darüber sprechen kann, ohne negative Reaktionen befürchten zu müssen.


Problematische Accounts melden und blockieren

Entdecken Sie solche Profile, können Sie diese direkt bei TikTok melden und anschliessend blockieren. Damit helfen Sie, problematische Inhalte überprüfen zu lassen, und verhindern gleichzeitig, dass Ihr Kind weiterhin auf Beiträge dieses Accounts stösst.


Kommentare


Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Bitte den Website-Eigentümer für weitere Infos kontaktieren.

Kontakt

Haben Sie Fragen oder Anregungen? Schreiben Sie uns.

Seminarstrasse 3

5400 Baden

Schweiz

 

© 2026 by Jugendblick. Powered and secured by Wix

 

bottom of page